Malerei, Fotografie und Persönlichkeit

Malerei, Fotografie und Persönlichkeit

Die Idee für ein neues Seminarangebot

Ein völlig neues Seminarthema, eine neue Zusammenarbeit, die Unsicherheit, ob überhaupt Interesse an einem solchen Angebot besteht … ein spannender Prozess! Malerei, Fotografie und Persönlichkeitsentwicklung unter ein Dach zu bringen war ein Unternehmen mit vielen Fragezeichen.

Birgit LontkeBirgit Lontke hatte ich kennengelernt bei einer Büro-Neueröffnung in Weiden. Ihre Bilder, die dort hingen, haben mich emotional auf Anhieb angesprochen. Es folgten Begegnungen und schließlich ein Fototermin mit ihr, bei dem wir uns ausführlich über Selbst- und Fremdwahrnehmung beim Fotografieren unterhielten.

Die Idee, die Kraft von gemalten Bildern und Porträtfotos in einer Collage zu verbinden, nahm in unserem Gespräch Gestalt an. Eine Affirmation sollte die Wirkung dieser Collage intensivieren. Was wir vorhatten, habe ich bereits in einem Blog-Beitrag beschrieben.

Wie ist das Seminar verlaufen?

„Es geht nicht darum, ’schöne‘ Bilder zu malen! Und es gibt kein Richtig oder Falsch.“

Birgit ermutigte die Teilnehmerinnen gleich zu Beginn, auf die innere Stimme  und das eigene Gefühl zu hören. Im Prozess des Malens könnten neue Einsichten und Perspektiven entstehen.

Und so bekamen Farben plötzlich eine ungeahnte Bedeutung, Formen entstanden und wurden übermalt, inneres Empfinden wurde auf der Leinwand sichtbar.

Mit großer Kompetenz begleitete Birgit diesen Prozess bei jeder einzelnen Teilnehmerin: einfühlsam, nachfragend, sensibel wahrnehmend, aber auch provozierend, unnachgiebig und fordernd. Bilder durften sich entwickeln und wurden zu Spiegelbildern des eigenen Lebens.

Kommentar einer Teilnehmerin nach dem Seminar:

„Ich bekam die Chance, aus der gesamten Fülle der Farben zu schöpfen. Zu probieren. Zu irren. Neu anzusetzen. Immer mit der Möglichkeit innezuhalten, mein eigenes Tempo zu gehen, bei mir zu bleiben, meiner Intuition Vertrauen zu geben.“ 

 

Georg SchramlMeine Aufgabe als Fotograf bestand darin, den Tag mit der Kamera zu begleiten. Es ging sowohl um die Entwicklungen, die auf der Leinwand sichtbar wurden, als auch um das differenzierte Wahrnehmen von Gesichtsausdruck und Körperhaltung. So wurden in den Fotos, die später alle bekamen, noch einmal Prozesse sichtbar und nachvollziehbar.

Nach dem Seminar

Aus den vielen Wahrnehmungen und Gesprächen im Lauf des Tages erstellte Birgit für jede Teilnehmerin eine Collage. Ein Ausschnitt aus dem gemalten Bild, ein Porträt und eine dazu passende Affirmation wurden zu einer Einheit zusammengefügt. Dieses fertige Bild soll den Alltag nach dem Seminar begleiten, soll Anker und Mutmacher sein.

Nicht immer stieß das Ergebnis auf spontanes Gefallen:

„Die Collage.. tja, ich gebe zu, ich hätte sie selbst anders gestaltet. Weil sie so, wie Ihr sie gewählt habt, in meinen Augen nur einen Teil von dem darstellt, was ich aus diesem Workshop mitnehmen durfte. Und dennoch ja, sie trifft einen wesentlichen Kern.“

Aber genau das war von Anfang an Birgits Absicht: sich öffnen für Neues, Ungewohntes, neue Seiten an sich entdecken und Entwicklung zulassen.

Mir selbst ging es anfangs mit meiner eigenen Collage nicht anders. Doch sie hängt nun seit Wochen über meinem Schreibtisch und täglich fällt mein Blick darauf:“Mühelos lebe ich meine wahre Größe“. Das tut gut!

Ein großes Anliegen für uns war und ist die Nachhaltigkeit des Projekts. Wenn sich erfüllt, was eine Teilnehmerin schreibt:

„Ich bin mir sicher, dass mich die Erfahrungen aus dem Workshop die nächste Zeit auf meinem Weg begleiten und in die für mich richtige Richtung leiten werden“ –

dann hat sich das Experiment gelohnt und wir werden das Seminar auf jeden Fall wieder anbieten.

 

Was die Teilnehmerinnen zum Seminar sagen:

malgruppe

„Der Tag in Amberg war ein außerordentlich gelungener Start in die Allerheiligenferien… Das unter Birgits Anleitung gemalte Bild steht bei mir im Schlafzimmer und erinnert mich an die Beweglichkeit und die Kraft und die Lebendigkeit, die in mir stecken.“ (Angelika Sch.)

 

„Georg Schraml hat so unaufdringlich mit der Kamera hantiert, dass man ihn gar nicht spürte. Und dabei ist es ihm gelungen völlig ungestellte entspannte Porträts zu fotografieren. Chronologisch zeigen die Fotos jeden Schritt – und auch jedes übermalte Bild ist da noch zu sehen. Und auch die Stimmung ist zu spüren und man kann sich wieder gut in sich selbst hineinversetzen, in das erste, eigentlich fertige Bild, das sich dann so oft geändert oder weiterentwickelt hat. Eine Erfahrung und ein Erlebnis das noch lange nachwirkt, und das man ja anhand der Fotos immer wieder nachvollziehen kann.“ (Ursula v.K.)

 

„Fasziniert an dem Workshop hat mich das Wechselspiel von Eurer harmonischen unaufdringlichen Begleitung und meinem eigenen Tun, das Gesamtpaket inklusive Meditation, Information, Dokumentation und der Anleitung zum intuitivem Malen mit dem Verstand des Herzens. … 1000 Dank, dass ich dabei sein, so viel erfahren und so viele Impulse mitnehmen durfte!“ (Frauke Sch-R.)

 

„Es macht mich stolz und glücklich beim ersten Seminar dieser Art, quasi als VersuchBirgitskaninchen dabei gewesen zu sein. Es war ein anstrengender Tag, durch den ich mich kompetent und liebevoll begleitet fühlte durch Birgit. Ich konnte mich lange nicht mit meinem Werk anfreunden, aber jetzt hängt es im Arbeitszimmer und ich mag es gerne anschauen. Die vielen, vielen Bilder die Georg aufgenommen hat in einer sehr unaufdringlichen Weise erzählen noch lange von dem erlebnisstarken Tag in Amberg. Das Atelier von Birgit ist ein Ort, an dem man sich geborgen fühlen kann, Kraft schöpfen kann, ein Ort, den ich immer wieder gerne besuchen möchte. Danke Birgit und Georg, danke liebe Kurskolleginnen“. (Renate B.)

 

Von mir gibt es kein einziges schönes Foto

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Ich nehme mal an, dass du gerne fotografierst. Sonst hätten wir vermutlich keinen Kontakt über diese Seite. Und wahrscheinlich kennst du auch dieses Phänomen, dass nicht wenige Personen das Weite suchen, wenn du mit der Kamera auftauchst. „Ich bin nicht fotogen“, hören wir immer wieder. Und: „Von mir gibt es kein einziges schönes Foto!“. (mehr …)