Meditative Fotografie

Meditative Fotografie – eine Übung für aufmerksames Wahrnehmen

Meditative Fotografie heißt sich überraschen lassen

Meditative Fotografie ist zunächst nichts Zielgerichtetes. Sie ist ein Prozess der Offenheit, des Sich-überraschen-lassens von Motiven. Möglicherweise bist du hundertmal an einem Motiv vorbeigegangen, ohne dass es dir auffiel. Erst mit einem wachen Blick lernst du, bewusster zu sehen.

Übung Meditative Fotografie: Der Magnetische Blick

Baum wächst vor TürVersuche doch mal, mit deiner Kamera und einem „magnetischen Blick“ durch die Landschaft oder die Straßen einer Stadt zu gehen. Nicht verspannt und suchend (nach dem Motto: ich muss jetzt was finden), sondern offen und neugierig. Du wirst merken: an manchen Motiven bleibt dein Blick ganz automatisch hängen, wie von einem Magneten angezogen. Sobald dies der Fall ist, bleib stehen und lass das, wovon du dich angezogen fühlst auf dich wirken: Warum hat dich genau dieses Motiv wie magnetisch „angesprungen“? Was hat es mit dir zu tun? Was möchte es dir in diesem Augenblick sagen? Welche Gedanken kommen dir?

Raum für Intuition

Wenn du bereit bist und dir die Zeit nimmst, bei deinem Motiv zu verweilen, wird dein Geist offen für Neues. Vielleicht kommen überraschend Lösungen für ein Problem, mit dem du dich schon eine ganze Weile herumschlägst. Vertraue deiner Intuition!

„Man sieht nur mit dem Herzen gut“ – dieses bekannte Zitat aus dem Buch „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry trifft wohl hier besonders zu. Wenn du lernst, „gut mit dem Herzen zu sehen“, wirst du immer mehr auch deinen fotografischen Blick für aussergewöhnliche Motive entwickeln.

Fotografiere dein Motiv erst nach einer Phase der „magnetischen Annäherung“.Wenn das Motiv eine Bedeutung für dich erhalten hat, drucke es aus, hänge es dir sichtbar in der Wohnung auf oder nutze es als Hintergrundmotiv auf dem PC oder Handy. Lass dich von dem Bild begleiten und sei offen für die Botschaft, die es dir mitteilen möchte.

 

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